Die Sammlung Achim Freyers ist nicht nur eine der außergewöhnlichsten Privatsammlungen Berlins, sondern gleichzeitig eine der prägnantesten Präsentationen von Kunst. Denn Freyer hat in einer überbordenden Interpretation des Begriffs „Petersburger Hängung“ auf den drei Etagen, die er der Ansammlung der Werke widmet, nahezu keinen Quadratzentimeter Wandfläche ungenutzt gelassen.

Die Sammlung vereint Exponate in direkter Konfrontation, die in den öffentlichen Museen unserer Zeit weder zusammen gedacht noch zusammen gezeigt werden. Werke weltbekannter Künstler hängen hier dicht neben den Werken unbekannter Meister. Weltberühmte Protagonisten der Kunst treten in einen Dialog mit Künstlern der Outsider Art, der l’art brut und der Naiven Kunst. Durchgesetztes trifft auf Unbekanntes in dieser Welt des Visuellen.

– coronabedingt derzeit leider keine Führungen durch die Sammlung –

Anmeldung hier und über info@achimfreyer
Tickets für 14€, ermäßigt 7€. Sonderführungen nach Absprache möglich.

ART BRUT und…
BEUYS ● GIACOMETTI ● MIRÓ ● HAUSER ● PENCK ● RAUCH ● FÖRG ● BRAQUE ● WARHOL ● SCHRÖDER-SONNENSTERN ● MATISSE ● PICASSO ● MARQUET ● LIEBERMANN ● CORINTH ● STRAWALDE ● BASELITZ ● KNOEBEL ● ARP ● CARSTEN NIKOLAI ● CLAUS ● ALTENBOURG ● EBERSBACH ● SZYMANSKI ● HELD ● GILLES ● HIRST ● VOSTELL ● SCHMIDT-ROTLUFF ● BUTHE ● RAFFLER ● NIKIFOR ● ILONA FREYER-DENECKE ● BONNARD ● DALÍ ● LÉGER ● BLUME ● POLKE ● MACRÉAU ● CHILLIDA ● KLINGER ● ZILLE ● COPLEY ● FRUHTRUNK ● LINDNER ● GLÖCKNER ● KOLLWITZ ● INDIANA ● PECHSTEIN ● MÜLLER ● HERRMANN ● CHAGALL ● DUFY ● BAUMGARTNER ● OLAF NICOLAI ● GOSEWITZ ● DORAZIO ● MIDDENDORF ● LACHNIT ● STÖHRER ● LUCEBERT ● SONDERBORG ● JULIA FREYER ● ENSOR ● RAUSCHENBERG ● LICHTENSTEIN ● KIRCHNER ● HANSON ● FEININGER ● HECKEL ● NIKI DE SAINT PHALLE ● BECKMANN ● GRAUBNER ● ULRICHS …

 

 

 

 

 

 

 

 

KUNSTHAUS der Achim Freyer Stiftung in Berlin

Foto: Gunter Lepkowski

Das Achim-Freyer-Haus in Berlin-Lichterfelde ist ein Kunstort, der seinesgleichen sucht: ein Maler und Graphiker, der als Bühnenbildner und Regisseur weltbekannt ist, lädt die interessierte Öffentlichkeit in seine Privatvilla ein, einen Fachwerkbau von 1893, in dem er seit vierzig Jahren eine ganz persönliche Sammlung von Bildern und Objekten zusammengetragen hat. Er hat sie in aller Welt erworben und manchmal auch geschenkt bekommen, Arbeiten namhafter deutscher und ausländischer Meister des 19. bis 21. Jahrhunderts, denen sich Fundstücke auf Trödel- und andern Märkten gesellen, Volkskunst im weitesten Sinn des Wortes. Der Fachmann spricht von Art brut, Street Art oder Outsider Kunst.

Was die Museen nach Stilen, Zeitaltern und Ländern sorgfältig trennen – in diesem Haus ist es auf drei Stockwerken neben- und übereinander gehängt und wird dem Gast von kundigen Führern nach Herkunft und Bedeutung erläutert. Aber das ist nicht alles: im Erdgeschoß dieses einzigartigen Kunsthauses wechseln sich Verkaufsausstellungen ab, die einzelnen Malern und Graphikern gewidmet sind, von Zeit zu Zeit auch dem Hausherrn selbst, der auf diese Weise alte und neue Werke zugänglich macht oder Einblicke in seine Theaterarbeit gibt. Auch Arbeiten von Ilona Freyer, seiner frühverstorbenen ersten Frau, treten ins Blickfeld, jungen Künstlern gilt eine besondere Aufmerksamkeit; ein Veranstaltungsprogramm aus Lesungen, Konzerten, Gesprächsrunden ergänzt diese Initiativen. Die rechtsfähige ACHIM FREYER STIFTUNG, die alles dies trägt, hofft auf Zuwendungen von nah und fern.

Ein Künstler von Weltrang, der seinen Arbeiten für die Bühne die freie Arbeit in kleineren Formaten, auf Leinwand oder Papier, von jeher an die Seite gestellt hat, öffnet die Schatzkammern seines Hauses – auf ins Freyer-Haus in Lichterfelde!

Friedrich Dieckmann