Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vom Widerstand der Künste“ waren am Sonntag die Filmemacherin Susann Maria Hempel und die Filmwissenschaftlerin Cornelia Klauß zu Gast im Achim Freyer Kunsthaus. Als Künstlerin aus dem thüringischen Greiz befasst sich Hempel in ihrem Werk mit dem Leben in sogenannten „shrinking cities“. Dieses Umfeld, das maßgeblich von den Folgen des Zusammenbruchs der DDR geprägt ist, dient als Kulisse für ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und ihren langfristigen Auswirkungen. Dabei beschäftigt sie sich vorrangig mit persönlichen Schicksalen und Erinnerungsfragmenten. Die DDR-Geschichte zeigt sie dabei nicht als abstrakt politische, sondern als konkrete, verletzende Erfahrung für Einzelpersonen.

