Vortrag/Film: Friedrich Schröder-Sonnenstern und sein Kosmos – Vortrag von Klaus Ferentschik

Datum/Zeit
So., 10.04.2016, 17:00 Uhr

Ort
Achim Freyer Kunsthaus


In den 1960er Jahren galt er als der größte in Deutschland lebende Maler, als bahnbrechender Avantgardist und gilt nach wie vor als originellster deutscher Outsider-Künstler. Seine Bilder sorgten für Furore, beschäftigten Kuratoren, Kunsthistoriker und Psychoanalytiker. Die Presse nannte ihn Wüstling bzw. Arschmaler Sonnenstich und der selbsternannte dreifache Weltmeister aller Künste wurde zum Phänomen erklärt. Da hatte er bereits ein phänomenales Leben hinter sich: Jugend in Erziehungs- & Irrenanstalten in Ostpreußen; Sektengründer, Schrippenfürst, Wahrsager, Scharlatan, Heiratsschwindler in Berlin der 1920er Jahre, abermals Irrenhausaufenthalt, wo seine ersten Zeichnungen entstehen, Arbeitslager und erneute Flucht nach Berlin. Hier begann er um 1949 endgültig zu zeichnen und avancierte zu einem der höchst dotierten und meist gefälschten deutschen Maler, bevor er sich nach Lichterfelde Süd zurück zog und 90jährig 1982 starb.
Klaus Ferentschik, Verfasser der Biographie von Schröder-Sonnenstern (Parthas Verlag, Berlin 2013) berichtet vom einzigartigen Leben dieses Unikums und zeigt die Filmdokumentation Friedrich der Einzige von A. Bader (Berlin 1963).

Eintritt: 10 € / 5 €

 

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