MORITZ NITSCHE: • • , –

Malerei und Grafik

1. Förderprogramm der Achim Freyer Stiftung

Moritz Nitsche, Foto: Ulrich Freyer

Foto: Ulrich Freyer

Vernissage 1. März 2015, 17:00 Uhr

Ausstellung in der GALERIE im KUNSTHAUS
1. März – 15. November 2015
Geöffnet sonntags  15 – 18 Uhr
sowie Mi – Fr  nach telefonischer Voranmeldung
Der Besuch der Galerie ist kostenlos.

Erster Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst junger und neuer sowie unbekannter Künstler/-innen auf dem Gebiet der bildenden und darstellenden Künste. Moritz Nitsche ist neben seinen Arbeiten für das Theater immer Maler, der seinen unbestechlichen Blick auf die Welt mit entwaffnender Selbstverständlichkeit überzeugend vermittelt. Die Ausstellung zeigt das große Spektrum seines malerischen und grafischen Werkes. Die Arbeiten sind auch eine Entdeckung für Sammler.

Vita

1974 | geboren in Berlin
1994 – 99 | Studium an der HdK Berlin, Diplom
2000 | Meisterschüler bei Prof. Freyer, HdK Berlin
2007 | Hein-Heckroth-Förderpreis

Lebt und arbeitet in Berlin
Neben über 20 eigenen Bühnenbildarbeiten an deutschen Bühnene ine Auswahl von Ausstellungsbeteiligungen

1996 | ​Still Alive, Alte Glasbläserei, Berlin
1996 | X3=X2, HdK, Berlin
1997 | Der Traum des Dilettanten, Galerie K, Berlin
1997 | ​​Monbijoupark, Berlin
1999 | Extrem, eine Annäherung aus größerer Entfernung, Akademie der Künste, Berlin
2000 | ​Meisterschüler, HdK Berlin
2010 | Anonyme Zeichner/ Archiv, Uferhallen, Berlin
2014 | 80 für 80, Galerie des Kunsthauses der Achim Freyer Stiftung, Berlin
2014 | Einzelausstellung in der WeinGalerie im Schweigenberg in Freyburg

… Dabei liegt das Augenmerk auf der Beschäftigung mit dem technischen Übertragungscode des Rasters, getragen von dem Wunsch dieses System bis zum einzelnen Punkt in Malerei zurückzuverwandeln. Das offensichtliche Interesse am Schwarz/Weiß steht der bildlichen Überfülle unserer Zeit entgegen. Mit den alten Drucktechniken des Holzschnitts, Kupferstichs, Punzierstichs und Monotypie – auch diese Verfahren stehen einer unendlichen, digitalen Reproduzierbarkeit gegenüber – ist es mein Anliegen und konkretes Arbeitsvorhaben, diese Gegenposition zu vertiefen und klarer zu definieren.
Moritz Nitsche

Werke

Vernissage am 1.3.2015

 

Einleitende Worte zur Ausstellung

Herzlich willkommen zur 5. Verkaufsausstellung in der GALERIE der Achim Freyer Stiftung in unserem KUNSTHAUS.

Es ist zugleich unser 1. Förderprogramm junger oder unbekannter Künstler, die durch den Stifter und Maler Prof. Achim Freyer künstlerisch beraten oder betreut wurden.

Unser Wunsch ist, dass nach den 9 folgenden Jahren zur Ausstellung 90 für 90, mindestens 5 geförderte, berühmt gewordene Künstler als Gäste in die Stiftung zurückkehren mögen.

Viel Vergnügen bei einer Art Laudatio auf Moritz Nitsche, von Achim Freyer und Moritz Nitsche, und bei fragmentarischen Stücken von Eric Satie aus Gnossienne (Lautschrift) und Phillip Glass aus „Echnaton“, gespielt von Adrian Heger.

Die Ausstellung ist eröffnet!

Rede zur Performance

80jährig
40 Jahre hier
Moritz 40 Jahre jung
Dieter Bela Kupferdruck Meister
unser Kupferdrucker druckt
meist meisterhafte Radierungen
Radierung eines Oberschülers
kaufte sofort 8,- Mark
empfahl ihm meine Klasse
Universität der Künste Berlin
nichts war ein Irrtum
von den Rändern
zur Mitte
und aus der Mitte
in Mitten
an den Rändern
und umgekehrt
quasi Fenster
von den Grenzen
des Randes
bestimmt Bildwelten
bestimmter Lineaturen
Bestimmte Souveräne
bestimmt gesetzte Punkte gestempelt
verschiedener Größen
bestimmte Erlebnisse
große Städte
Licht Lärm Luft
Zwischen Tag ein
Nachtaus
Einmal Einmaligkeiten
monatelang
Untersuchung der nicht sichtbaren gemachten Felder
aus Schwarz
aus Weiß
aus Schatten der Dinge
über die Welt der Dinge
sprechen malend
das scheinbare Raster
scheinbare Linien oder
Punkte
Punkt Punkt Komma Strich
oder Pünktchen Pünktchen Komma Strich, extra für Dich, liebe Lotta
gegen das Einfache Glatte
jeder Fleck
Text einer sinnlichen Malerei
Werke davor
vermögen
die begabte Malerei in
Nähe und Ferne
zu rücken
Moritz Nitsche
als Theaterentwerfer bekannt
studierte an der UdK wurde Meisterschüler
hat in der Stille unbemerkt ein Werk geschaffen
lebendig                offen                immer
auf dem Wege
unverkennbar
es wird Zeit ihn zu kennen
dass er sich zeigt
gefördert durch die Achim Freyer Stiftung
mit dieser Ausstellung
vieles Entdecken mit Freude
Danke

 

Fotos: Christian Reister